Young Dreams

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Artist:     Young Dreams
Album:     Between Places
VÖ:         08.03.2013
Label:     Modular / Rough Trade

Aus Bergen in Norwegen kommt das Kollektiv Young Dreams, das sich auf seinem Debütalbum aufmacht, positive Energie für Kopf und Herz zu  verströmen. Between Places ist ein Album von mitreißenden und symphonischen Klängen und der erste Schritt für die Young Dreams in eine verheißungsvolle musikalische Zukunft. Das Album erscheint am 8. März 2013.

Der Kern der Young Dreams besteht aus Matias Tellez – Komponist, Erzähler, Träumer; und Rune Vanderskog – Sänger, Harmonist, ewiger Optimist. Im Dunstkreis dieser beiden kunstfertigen Männer bewegen sich außerdem Matias’ Bruder Pablo Tellez – Bassgitarrist und grenzenloser Enthuisiast; Marius Erster Bergesen – Schlag- und Schießzeug (drums and guns);  Njål Strøm Paulsberg – Elektronerd und Mode; und Chris Holm – Gittarist, Sänger und Vater.

Wie so viele große Rock’n’Roll Geschichten beginnt auch die der Young Dreams beim Besuch einer Bar; der Kern der Band um Matias Tellez wird des Öfteren durch eine ganze Reihe von guten Freunden beliebig erweitert. So finden auch von außerhalb Texte, Vocals und Instrumentationen Einzug in die Musik der Young Dreams. Zusätzlich hat auch jedes Mitglied mindestens noch ein anderes Projekt und meistens sind mehrere Mitglieder bei dem Projekt eines anderen Mitglieds beteiligt und so weiter und so fort.

Die Young Dreams nahmen jedoch vor allem im Jahr 2009 Gestalt an, als Tellez mit einem klaren Hintergedanken beschloss, ein Studio zu bauen: „Anstatt dass wir unser Geld dafür ausgeben Studios zu mieten, wollten wir lieber ein eigenes bauen, um so anderen Künstlern, die auch eher weniger Geld haben, die Möglichkeit zu geben, ihre Songs aufzunehmen ohne pleite zu gehen. Wir kauften ein wenig Equipment mit dem bisschen Geld, das wir übrig hatten und Erlend Øye (K.O.C/TWBA) schenkte uns einen Mixer sowie einen Computer.“ Mit den gleichgesinnten Träumern, die nun regelmäßig vorbeikamen um das Studio mitzubenutzen, fällte Tellez die Entscheidung, Nutzen aus dieser Situation zu ziehen und künftig mit den Menschen, die ihn tagtäglich im Studio umgaben, seine musikalischen Ambitionen zum Leben zu erwecken.

„Ich fragte Rune, ob er auf einem neuen Track singen wollte an dem ich gearbeitet hatte und der unter dem Arbeitstitel „Young 1“ lief und später „Flight 376“ genannt wurde. Ich fragte einen der Kneipenbesitzer, einen Waliser, der David hieß, ob er mir mit dem Text helfen wolle und so kam es, dass wir uns zu dritt hinsetzten und an dem Titel schrieben. Wir nahmen den Text auf und schon bald hörten die Menschen davon. Bald kamen immer mehr Interessierte, die ihren Teil zu dem Projekt beitragen wollten und tauchten dann auch tatsächlich im Studio auf um ihre Texte einzusingen.“

Nach und nach wurden die grundlegenden Voraussetzungen für die Young Dreams geschaffen und das Ergebnis ist nun Between Places – ein gewaltiger und tiefer Sprung in symphonischen Pop mit Rückgriffen auf klassische Kompositionen, ebenso wie auch auf klassischen 60er-Pop und strukturelle, elektronische Experimente. Dichte und stimmige Arrangements werden eingesetzt um ehrliche Schwermütigkeit und Trauer zu transportieren; auf der anderen Seite tragen spärliche und simple Melodien die gewichtigen Gefühle junger Liebe und ungewisser Zukunft. Insgesamt ist Between Places ein fröhliches und erhebendes Zelebrieren jugendlicher Musikalität und gleichzeitig so grandios wie ein Debütalbum nur sein kann.

„Die Idee war einfach nur wunderschöne und ehrliche Musik zu komponieren. Es war eine Art Reaktion auf die ganze oberflächliche Musik mit falschen Absichten, die der breiten Masse hauptsächlich bekannt ist. Das ist etwas, was wehtat. Es ist wie einfach nur dabei zuzusehen, wie jemand verprügelt wird und nichts dagegen tun, das ist einfach falsch. Deshalb schaute ich zurück auf das, was ich machen wollte als ich ein Kind war, darauf was andere Menschen machen wollten als sie Kinder waren.“
Es gibt Titel, die fangen an unerwarteten Stellen an und enden dann schließlich total abseits jeder Erwartung. „Footprints“ zum Beispiel ist ein belebender Schwall harmonischen Gesangs und perkussiver Energie, während „Fog Of War“, die überirdisch anmutende erste Single, eine Explosion an himmlischen Streichern angetrieben durch Trance-ähnlichen Synthesizern darstellt. Mit „Wounded Hearts“ findet sich buchstäblich das Streben nach dem Gefühl eines Traums in Form eines Songs, arrangiert in der Art von Gil Evans’ und Miles Davis’ Stück „Wounded Hearts Forever“. Auf dem Album findet sich weiterhin eine chorale Einleitung auf „Through The Turnstiles“, die auf Mozarts Requiem basiert, sowie den Steve Reich/John Williams’schen orchestralen House-Track „The Girl That Taught Me How To Drink And Fight“, der sich als Kernstück des Albums herausstellt. Das alles könnte sehr leicht überreizt und wie „Indie Protzigkeit“ wirken, wenn es auf dem Album nicht eine Reichhaltigkeit an puren, uneingeschränkten Gefühlen auf Schritt und Tritt geben würde.
„Bei dem Projekt geht es darum, dass der Sound von Menschen dokumentiert und eingefangen wird, die versuchen, das Beste, was sie können, für die Musik zu geben. Und das ist vielleicht eine der schönsten Sachen der Welt.“
Als die Zeit gekommen war, das fertige Album abzumischen, kam der britische Musikproduzent Gareth Jones (Grizzly Bear, Mogwai, Liars) nach Bergen in Norwegen und vollendete das Album, so dass wir es nun hier präsentieren können: das Debütalbum Between Places von Young Dreams. Viel Spaß damit!

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