Unknown Mortal Orchestra

Unknown Mortal Orchestra_Album Cover

Artist:     Unknown Mortal Orchestra
Album:     II
VÖ:         08.02.2013
Label:     Jagjaguwar / Cargo Records

Aus ungezügeltem Hedonismus und verzweifelter Vereinsamung heraus entstand “II”, das neue Album von UNKNOWN MORTAL ORCHESTRA. Die musikalische Vision von Ex-MINT-CHICKS-Mitglied Ruban Nielson fing als home-recording Projekt an, das versuchte, Psychedelia, Soul, Choppy Percussion und Funk zu vereinen. Nachdem Nielson von seiner Heimat Neuseeland nach Portland in Oregon, USA gezogen war, begann UMO im Keller und Schlafzimmer Form anzunehmen. Nach der Rekrutierung eines neuen Drummers, Greg Rogove, und einem Deal mit dem US Label Jagjaguwar ging es an die Sonne und UMO tourten schließlich zusammen mit GRIZZLY BEAR und LIARS durch die USA.

„II“ baut auf Break-Beat und dem charmanten Zauber eines Trödelladens für den das 32jährige musikalische Multitalent und Songwriter Ruban Nielson nach seinem selbstbetitelten Debüt 2011 berühmt wurde und festigt so das Image von UNKNOWN MORTAL ORCHESTRA als durchweg faszinierende, starke Psychedelic Band. UMO schrecken nicht davor zurück, weiter als alle anderen in Tiefen des berauschenden Grooves vorzudringen und so Rock’n’Roll in einer überzogenen Form zum Leben zu erwecken.

Geschrieben während einer anstrengenden und ausschweifenden Tour bei der Nielson nicht nur um seine körperliche, sondern auch geistige Gesundheit bangte, beschreibt „II“ das emotionale Chaos auf Tour indem er Einsamkeit, Liebe und Verzweiflung auf surrealistische, Cartoon-ähnliche Art portraitiert. Diese widersprüchlichen Themen sind erkennbar sobald man das Album in den Händen hält. Auf dem Sleeve befindet sich ein verstörendes Bild von Janet Farrar, der berühmten britischen Hexe, Autorin und Lehrerin von Hexerei insbesondere Wicca und dem Neopaganismus.

Im ruhigen Refrain des ersten Songs „Into The Sun“ hört man Nielson in ruhigem Klang die Zeile „Isolation can put a gun in your hand“ singen, seine Worte in schonungsloser Deutlichkeit über einer warmen, langsam brennenden Melodie, die sich direkt in den Köpfen der Hörer festsetzt. Seine verspielte Gedankenwelt (“I’m so lonely, I’ve gotta eat my popcorn all alone“) spiegelt sich in der Melodie wieder, bevor ein Solo am Rande des psychotropischen die Einleitung zu “II” beendet.

Im Verlauf des Albums „II“ erlangt Nielson immer mehr Power. „One At A Time“ und „Faded In The Morning“ warten mit schwindelerregenden Refrains und Instrumentals auf, die sich anhören als hätte man sie aus einer seit 1960 verschollenen Truhe ausgegraben. „Monki“ zieht sich über sieben Minuten hin, wie ein loser Faden vom Strickpullover eines Kiffers. „Dawn“ präsentiert sich als eine Minute voller befremdlicher Töne, die zwischen den Refrains, Gitarrensoli und groove-heavy Bassklängen ertönen, die live vom neu engagierten Drummer Greg Rogove und Kody Nielson aufgenommen wurden. So setzten sich die Drums erheblich von den elektronischen Percussions ab, wie sie noch auf dem ersten Album zu hören waren.

„II“ endet mit „Secret Xtians“, einem empfindsamen Puzzle, das sich am Ende zusammenfügt. Mit Einflüssen von PINK FLOYD, ROLLING STONES, den BEATLES und SOFT MACHINE, kombiniert mit Rock’n’Roll, hat Nielson eine Sammlung an expressiven, psychedelischen UNKNOWN MORTAL ORCHESTRA Stücken zusammengestellt. Mit einem Album, das es vermag, seine musikalische Fantasie und seinem außergewöhnlichen Talent, seine Gefühle auf ehrliche und direkte Weise auszudrücken, hat er es geschafft, die Band bis auf die Spitze anzutreiben.

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