Jens Lekman

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Artist:     Jens Lekman
Album:   I Know What Love Isn’t
VÖ:         31.08.2012
Label:     Secretly Canadian / Cargo Records

JENS LEKMAN veröffentlicht Ende August sein neues Album „I Know What Love Isn’t“ auf Secretly Canadian. Es ist das erste Album in kompletter Länge seit fünf Jahren, das auf das von Kritikern hochgelobte „Night Falls Over Korteala“ folgt. Die ersten Songs bereiten die Bühne für das, was da kommen wird: eine einfache Melodie, die auf einem Klavier gespielt wird, das klingt wie eines dieser alten, unbenutzten Klaviere, die in einer Schulaula oder in einer Kirche stehen. Die Melodie „Every Little Hair Knows Your Name“ ist zartbitter und doch behutsam, bis sie in die akustische Gitarre und den glitzernden Trompetenstoß des Glockenspiels von „Erica America“, der ersten Single, mündet.

Von dort aus weitet sich das Album aus; bleibt in punkto Sounds jedoch immer ökonomisch. „I Know What Love Isn’t“ setzt Streicher ein, aber kein Streicher Ensemble. Ein Klavier, jedoch keinen Flügel; ein einzelnes Saxophon, ein paar Noten aus der Flöte, viel Tamburin. Zu exakten Proportionen auf die abstrakt-melancholischen Texte LEKMANs abgepasst, erinnern die Songs an den Sound aus dem Brill Building der Sechziger Jahre, etwas, das Steven Rosen (für das Crawdaddy Magazin) einen „ambitionierten kreativen Zugang nennt. Ihr Sound war abenteuerlich und von überraschend subtiler Farbgebung. Niemand hatte Angst, dass Zerbrechlichkeit als Verlust der Bissigkeit interpretiert werden würde. Zerbrechlichkeit war ein Teil der Bissigkeit.“

Diese Kombination aus weich und scharf findet sich auf „I Know What Love Isn’t“ zu jeder Zeit. Eine lebhafte Klavierlinie fungiert bei „Become Someone Else’s“ als Hintergrund zu dem Gefühl, nicht zum „sinking rock tied to the leg of a person“ werden zu wollen. Bei „I Want A Pair Of Cowboy Boots“ treffen eine Akustikgitarre und das Klavier auf das wärmste Gesangszwischenstück und den Wunsch nach Stiefeln, die sich auf die Reise nach „anywhere but back to you“ begeben. Bilder aus dem Alltag blitzen in der quietschvergnügten Popmelodie von „The World Moves On“ auf – mit einer Tüte Tiefkühlerbsen auf dem Boden liegen oder die Opossums im Park füttern – doch zeigt auch auf, wie diese Dinge selbst mit einem gebrochenen Herzen einfach weiterhin passieren: „The world just shrugs it’s shoulders and keeps going, it just moves on in all it’s sadness and glory.” Der Titeltrack erzählt die Geschichte einer Scheinehe, die sich wegen der absoluten Ehrlichkeit echter anfühlt, „a relationship that doesn’t lie about its intentions and shit.”

LEKMAN ist ein Geschichtenerzähler par excellence, der seine filigranen Momentaufnahmen auffaltet, um das Wunder des Alltäglichen zu präsentieren. Genau das ist es, was „I Know What Love Isn’t“ ist. Eine Sammlung von Songs, die zu einer Geschichte anwuchsen, die erzählt werden muss. Eine Geschichte, die nicht neu, aber grundlegend menschlich ist. Die Geschichte der Grauzonen der Liebe, die man herauszieht und erforscht, um per Ausschlussverfahren zu erfahren, was Liebe wirklich ist.

 

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