Bo Saris

BoSaris_GOLD_FINAL Cover

Artist: ​Bo Saris
Album: ​Gold
VÖ: ​16.05.2014
Label: Decca / Universal

Bo Saris’ Stimme passt so perfekt in das goldene Zeitalter der klassischen Soulmusik, dass man, wenn man sie zum ersten Mal hört, kaum glauben mag, dass er kein Zeitgenosse von Legenden wie Sam Cooke und Otis Redding, Al  Green und Marvin Gaye, Curtis Mayfield und Donny Hathaway ist.

Wenn man seiner erste Single “She’s On Fire” lauscht, könnte man sogar denken, dass man einen lange Zeit verschollenen Marvin-Gaye-Song hört oder dass einem da die wunderbare Falsetto-Stimme von Al Green oder Smokey Robinson die Ohren umschmeichelt. Dann schaut man sich den Video-Clip des Songs an und stellt fest, dass der Sänger Sam Cooke verdammt ähnlich sieht. Was daran liegt, dass es wirklich Sam Cooke ist, den man in dem clever montierten Video sieht, in dem Bo Saris seinen Idolen Tribut zollt.

Tatsächlich ist Bo Saris ein junger Niederländer, der mit einem Fuß in der Vergangenheit und mit dem anderen fest in der Gegenwart steht. Er kommt nicht aus Harlem, sondern aus dem fast 5.000 Kilometer weiter östlich gelegenen Haarlem, der niederländischen Stadt, die Namenspate der spirituellen Heimat der Soulmusik in der City von New York ist. Aber davon sollte man sich nicht lassen abschrecken lassen – denn wie sang schon Michael Jackson: “It don’t matter if you’re black or white.”

Und man muss auch kein US-Amerikaner sein. Es gibt mittlerweile jede Menge zeitgenössischer Sänger und Sängerinnen, die das beweisen: von Amy Winehouse und Plan B über Paolo Nutini und Emeli Sandé, Jamie Lidell und Adele bis hin zum neuesten “new kid on the block” John Newman aus Yorkshire oder Saris’ eigenen Landsleuten Caro Emerald und Wouter Hamel.

Bo Saris reiht sich bei bei seinen jungen Zeitgenossen ebenso nahtlos ein wie bei den Veteranen, die ihn ursprünglich inspiriert haben, Musik zu machen. Und auch in der Welt der Electronic Dance Music (EDM) wirkt er keineswegs wie ein Fremdkörper. Das bewies er erst jüngst wieder auf “Brand New Machine”, dem neuen Album des britischen Electronica-Duos Chase & Status, zu dem er den Song “Breathing” beisteuerte und gleich auch sang. In der Clubszene feierte man ihn aber dank der Remixe, die Deep House- und Drum’n’Bass-Koryphäen wie Maya Jane Cole und Calibre von seinem Song “She’ On Fire” gefertigt hatten, auch schon davor. Und momentan ist er dort auch wieder mit einem Todd-Edwards-House-Remix seiner letzten Single “The Addict” sehr gefragt.

Angefangen hat für Bo Saris alles mit der umfangreichen Soul- und Funk-Plattensammlung seiner Mutter. Nicht weniger inspirierend war die Karriere seines Vaters Gé Titulaer (Bo Saris heißt eigentlich Boris Titulaer), der als Jazzsänger und Multiinstrumentalist die Bühne mit Weltstars wie Toots Thielemans, Eddie Daniels, Clark Terry, Norma Winston, Diane Schuur und John Clayton teilte. Bo selbst debütierte mit 16 Jahren, zu einer Zeit, als er sich auch intensiv mit HipHop und der Musik von Prince auseinanderzusetzen begann. Moderne Einflüsse, die man auch noch heute bei Bo Saris spürt, wenn er klassischer Soulmusik einen zeitgenössischen Kick gibt.

Auf seinem ersten internationalen Album “Gold”, das von Dre Harris (Michael Jackson, Mary J Blige, Usher, Chris Brown, Jill Scott, Robin Thicke) in Los Angeles produziert wurde, findet Bo Saris eine wunderbare Balance zwischen Tradition und Moderne. “Ich versuche, den Sound von klassischem Soul mit etwas Modernerem zu kombinieren, in dem ich Details und Elemente von verschiedenen Stilen und Perioden der Soulmusik miteinander verknüpfe,” erklärt der Sänger und Songwriter.

 Die Idee dafür verdankte er einer persönlichen Begegnung mit einem seiner großen Idole. 2011 trat Saris im niederländischen Fernsehen bei einem Tribute-Konzert für Bill Withers auf. Und bei der anschließenden After-Show-Party hatte er Gelegenheit, sich mit Withers zu unterhalten. “Ich stellte schnell fest, dass er einer der bescheidensten Menschen war – vielleicht sogar der bescheidenste Mensch überhaupt -, die ich in meinem Leben kennengelernt hatte”, erinnert sich Bo. “Was für eine einfache und wunderbare Person! Das haute mich aus den Socken. Sein musikalisches Erbe spricht für sich, aber der Mann selbst ist unglaublich inspirierend. Die ganze Unterhaltung war inspirierend und gab mir entscheidende Anstöße.”

Unter anderem den, nach London zu gehen und seine Karriere in England fortzusetzen. “Mir wurde auch bewußt, dass ich der schwarzen Musik – Soul, Blues, Jazz, Funk -, die mich beeinflußt und inspiriert hatte, treubleiben musste. Das ist die Musik, mit der ich aufgewachsenn war und die mich heute definiert.”

Und diese musikalische Persönlichkeit offenbart er auch in seiner zweiten Single “Little Bit More”, die nach der ersten Single „The Addict“ ab März ein weiterer Vorgeschmack auf das Mitte Mai endlich erscheinende Album “Gold” ist.

 VIDEO – THE ADDICT:

http://www.universal-music.de/bo-saris/videos/detail/video:331708/the-addict

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